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Umwelttechnik-Preis für energieeffiziente ORC-Technik von Dürr

12.07.2013

Bietigheim-Bissingen, 12. Juli 2013 – Für die Weiterentwicklung seiner ORC-Technik hat Dürr beim Umwelttechnik-Preis Baden-Württemberg 2013 den ersten Platz in der Kategorie Energieeffizienz erreicht. Mit ORC-Modulen lässt sich kostengünstig Strom aus Abwärme gewinnen. Die nun ausgezeichnete neue ORC-Generation von Dürr ermöglicht darüber hinaus erstmals einen Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb schon in kleinen Leistungsbereichen. Dabei stellen die Module neben Strom auch Restwärme bereit, die weiterverwendet werden kann.

Umweltminister Franz Untersteller: „Prozessabwärme und Konzepte, die deren Nutzung ermöglichen oder optimieren, gehören zu den Zukunftsthemen. Deshalb sind Innovationen in diesem Bereich, wie die ORC-Technologie von Dürr Cyplan, enorm wichtig.“ 

ORC steht für Organic Rankine Cycle. Bei diesem thermischen Kreislaufverfahren wird mithilfe von Abwärme eine organische Flüssigkeit verdampft. Der Dampf treibt einen Generator für die Stromerzeugung an. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Wasserdampfprozessen ist, dass ORC-Systeme bereits bei niedrigeren Abwärmetemperaturen funktionieren.

ORC-Systeme lassen sich an unterschiedliche Abwärmequellen koppeln, zum Beispiel in Biogasanlagen, Abfalldeponien und Klärwerken oder in der Industrieproduktion. Durch die Direktverdampfungstechnologie von Dürr lassen sich bis zu 20% der Abwärme in Strom umwandeln. 80% der Eintrittsenergie stehen mit einer Temperatur von bis zu 90°C für die nachgeschaltete Wärmenutzung bereit. Dürr bietet den Kraft-Wärmekopplungsbetrieb (KWK) bereits in kleinen Leistungsbereichen ab 40 kW an.

Ein Beispiel für den KWK-Einsatz ist die ORC-Anlage bei den Stadtwerken Groß-Gerau. Sie erhöht die Stromproduktion eines Biogas-Blockheizkraftwerks um 560 MWh pro Jahr – ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz. Die von der ORC-Anlage abgegebene Restwärme dient zur Gebäudebeheizung und für Trocknungsprozesse in einem benachbarten Betrieb.

Ralph Heuwing, im Vorstand der Dürr AG zuständig für Finanzen und den Unternehmensbereich Clean Technology Systems: „ORC ist eine Zukunftstechnologie, da sie Energieeffizienz und dezentrale Energieerzeugung miteinander kombiniert. Die Kompatibilität mit einer Vielzahl unterschiedlicher Abwärmequellen macht ORC zu einer hochflexiblen Technologie mit breitem Einsatzspektrum.“

Der Ausbau des Energieeffizienzgeschäfts ist ein strategischer Schwerpunkt von Dürr. Neben ORC bietet das Unternehmen weitere Technologien zur effizienten Nutzung von Wärme und Abwärme. Dazu gehören Wärmepumpen, Wärmetauscher, Latentwärmespeicher sowie das Dürr Compact Power System, das gleichzeitig Strom und Wärme bereitstellt. Der Unternehmensbereich Clean Technology Systems, der das Energieeffizienz- und Umwelttechnikgeschäft bündelt, strebt für das Jahr 2015 einen Umsatz von rund 200 Mio. € an.

 

Über den Umwelttechnik-Preis Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vergibt alle zwei Jahre den Umwelttechnik-Preis Baden-Württemberg. Damit werden hervorragende und innovative Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik gewürdigt. Der Preis wird in vier Kategorein vergeben: „Energieeffizienz“, „Materialeffizienz“, „Techniken zur Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ und „Mess-, Steuer- und Regeltechnik“.

 

Bildmaterial: ORC-Bild + Ralph Heuwing, Vorstand Dürr AG oder unter http://www.durr.com/de/presse/bilder/

 

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobil- und Flugzeugindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lack-, Dichtstoff- und Klebstoffauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem beim Auswuchten und Reinigen im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 52 Standorte in 23 Ländern und beschäftigt rund 7.800 Mitarbeiter. Dürr erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. €.


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