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Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid bei Dürr: Energieeffiziente Produktionstechnik im Fokus

07.09.2012

Vorstandschef Ralf W. Dieter mit Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr. (vorne, v.l.n.r). Im Hintergrund: Dr. Hans Schumacher (Leiter Applikationstechnik) und Jürgen Kessing (Oberbürgermeister Bietigheim-Bissingen).

Bietigheim-Bissingen, 7. September 2012 – Der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid hat sich heute bei Dürr über Geschäftsentwicklung, Technologien und Strategie des weltweit aktiven Maschinen- und Anlagenbauers informiert. Im Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr und den beiden Vorständen Ralf W. Dieter und Ralph Heuwing ging es vor allem um den Ausbau des Geschäfts mit energieeffizienten Produktionstechnologien. Bei einem Rundgang durch das Dürr-Technologiezentrum ließ sich der Minister die Gewinnung von Strom aus Wärmeenergie, verbrauchsarme Automobil-Lackierverfahren sowie Neuentwicklungen für Wärmespeicherung und Wärmetausch erläutern.

Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Dürr hat in den vergangenen Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz deutlich gesteigert. Energieeffiziente Produktionstechnologien tragen große Potenziale in sich – in puncto Kostensenkung, als Beitrag zu nachhaltiger Produktion und in der dezentralen Energieversorgung. Damit leisten wir einen Beitrag zur Energiewende, die ohne Energieeffizienz nicht gelingen wird.“

Dürr-Aufsichtsratschef Heinz Dürr sprach sich grundsätzlich für eine stärkere Positionierung der Energieeffizienz aus: „Die Energiewende wird ohne Energieeffizienz nicht funktionieren.“ Als Beispiel nannte er Energieeffizienz-Verfahren wie das ORC-Verfahren von Dürr, das Strom aus Abwärme erzeugt, ohne dafür zusätzliche fossile Energieträger zu benötigen. „Solche Systeme sollten genauso gefördert werden wie die alternativen Energiequellen“, so Heinz Dürr.

Wirtschaftsminister Nils Schmid lobte die Unternehmenskultur von Dürr, „die die Beschäftigten in den Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten stellt, ohne dabei den Blick für die Bedürfnisse der Kunden zu verlieren." Schmid informierte sich auch zum Einsatz ressourcenschonender Produktionstechnologien: „Immer mehr werden im Maschinen- und Anlagenbau Produktionsverfahren und Produkte nicht nur nach Leistungsfähigkeit und Qualität beurteilt, sondern auch nach Energie- und Ressourceneffizienz. Bei meinem Besuch konnte ich mich davon überzeugen, dass das Unternehmen Dürr diese Herausforderung sehr erfolgreich annimmt."

Der Ausbau der Aktivitäten in der Energieeffizienz ist ein wichtiges Element der Dürr-Unternehmensstrategie. Um das Geschäft voranzutreiben, hat der Konzern im vergangenen Jahr den neuen Unternehmensbereich Clean Technology Systems gegründet. Dieser soll bis zum Jahr 2015 einen Umsatz von über 200 Mio. € erzielen; dazu sollen auch Akquisitionen beitragen.

 
Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80 % des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobil
- und Flugzeugindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lack-, Dicht- und Klebstoffauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem beim Auswuchten und Reinigen, im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 50 Standorte in 23 Ländern und beschäftigt rund 7.300 Mitarbeiter. Dürr erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 1,9 Mrd. €.


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