News & Events

QuickLinks

Ecopure® VAR von Dürr senkt Energiekosten bei BASF Orgamol

10.09.2009

Bietigheim – Bissingen, 10. September 2009 – Bei BASF im französischen Saint-Vulbas sorgt Umwelttechnik von Dürr für hohe Kosteneinsparungen: Die thermische Abluftreinigungsanlage des Typs Ecopure® VAR gewinnt einen Großteil der Abwärme zurück und reduziert damit den Energieverbrauch.

Ecopure VAR-Anlagen sind weltweit in der chemischen und pharmazeutischen Industrie im Einsatz. Sie eignen sich insbesondere zur Reinigung von explosiven Abgasen und zur Entsorgung von Flüssigrückständen. Dabei kombiniert der Dürr-Geschäftsbereich Environmental and Energy Systems (EES) unterschiedliche thermische, absorptive und adsorptive Verfahren wie Verbrennung, Wärmenutzung und Rauchgasreinigung in einem einzigen Anlagensystem.

Am Standort Saint-Vulbas produziert BASF Orgamol Pharma Solutions SAS Grundstoffe für die pharmazeutische Weiterverarbeitung. Die explosionsfähigen Abgase und die Flüssigrückstände, die dabei entstehen, enthalten unter anderem halogenierte Kohlenwasserstoffe, Schwefel und Stickstoffverbindungen.

Dürr EES lieferte als Generalunternehmer eine Ecopure® VAR-Anlage, die aus fünf Komponenten besteht: eine Zuführung für verschiedene Abgase und Flüssigrückstände, die sämtlichen sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht, eine Brennkammer, eine SNCR-Anlage (selektive nicht-katalytische Reduktion) zur Reduzierung der Stickoxide, einen Dampf- Abhitzekessel sowie ein Wäschersystem zur Abreinigung der anorganischen Halogen- und Schwefelverbindungen aus dem Rauchgas.

Mit dem Dampfkessel kann ein Großteil der Abwärme aus der Brennkammer zurückgewonnen werden – dies führt zur Reduzierung der Energiekosten. Die mehrstufige Rauchgasreinigungsanlage gewährleistet die sichere Einhaltung der Emissionsgrenzwerte. Auch müssen eventuell anfallende organische Flüssigrückstände nicht mehr separat und kostenintensiv entsorgt werden.

Mit der 2008 fertig gestellten Anlage befindet sich BASF Orgamol in prominenter Gesellschaft. Die ausgereifte Technologie installierte Dürr auch bereits bei der Boehringer Ingelheim KG in Spanien, bei einem großen schweizerischen Chemiekonzern und bei vielen weiteren Kunden aus der chemischen Industrie.

Aktuell realisiert Dürr eine weitere VAR Anlage für DSM Fine Chemicals in Österreich. DSM Fine Chemicals Austria (DFCA) ist Teil des niederländischen DSM-Konzerns mit einem Produktionsstandort im Chemiepark Linz und einer kaufmännischen Niederlassung in Wien. Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen in der chemischen Prozess- und Produktentwicklung sowie in der Herstellung von Zwischenprodukten für die Pharmaindustrie und für Pflanzenschutzmittel. Die strategische Ausrichtung konzentriert sich auf die Auftragsproduktion aktiver Pharmawirkstoffe sowie Agroprodukte. DFCA betreibt in Linz acht Produktionsanlagen und beschäftigt in beiden Standorten insgesamt rund 950 Mitarbeiter.

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Rund 85% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit zwei Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems bietet Produktions- und Lackiertechnik, vor allem für Automobilkarosserien. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Weltweit verfügt Dürr über 44 Standorte in 20 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Konzern mit rund 6.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,6 Mrd. €. 


Dürr News