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Dürr sorgt für saubere Luft bei Rexam

01.05.2010

Bietigheim-Bissingen, 01.05.2010 – Das System Ecopure® RL von Dürr Environmental and Energy Systems, eine Sonderform der regenerativen thermischen Oxidation (RTO), ist die richtige Antwort auf ganz spezielle Kundenanforderungen: Unschlagbar ist die RL-Ausführung bei mittleren Luftvolumina und Schadstoffbelastungen sowie bei druckempfindlichen Prozessen. Die Ecopure® RL-Abluftreinigungsanlage, die auch durch ihre kleine Aufstellfläche überzeugt, kommt beispielsweise beim Getränkedosenhersteller Rexam in Dänemark zum Einsatz.

Mit einer jährlichen Produktion von ca. 55 Milliarden Stück gehört Rexam zu den weltweit größten Herstellern von Getränkedosen. Im Jahr 2008 nahm Rexam im dänischen Fredericia ein neues Werk in Betrieb, wo circa 3.000 Dosen pro Minute hergestellt werden. Trotz modernster Produktionsprozesse erhielt Rexam strenge Emissionsauflagen, die über die üblichen Vorschriften der EU hinausgehen. So wurde als Bedingung für die Eröffnung des Werks die Installation einer Abluftreinigungsanlage gestellt. Die zu reinigenden Emissionen entstehen bei der Beschichtung von Aluminiumdosen, sowohl bei der Außenlackierung mit Klarlack als auch bei der Innenbeschichtung und dem äußeren Dekorauftrag.

Da Rexam bereits Erfahrungen mit thermischen Abluftreinigungsanlagen in anderen Werken gesammelt hat, war schnell klar, dass die Oxidation der Schadstoffe die sicherste Methode zur Einhaltung der Grenzwerte darstellt. Aus dem großen Dürr-Portfolio an regenerativen oxidativen Verfahren (RTO, CTO, RL) wurde für Frederica eine Ecopure® RL-Anlage ausgewählt, die mit einem rotierenden Luftverteilerventil arbeitet. Dieses Prinzip setzt Dürr bei Rexam erstmals in Europa um, weltweit gibt es bereits mehr als 80 Referenzanlagen, vor allem in Nord- und Südamerika und Asien.

Die Rexam-Abluftreinigungsanlage sollte besonders flexibel sein, da das neue Werk stufenweise ausgebaut wird, d.h. sie sollte bereits für die maximale Kapazität der zukünftigen Endausbausstufe ausgelegt sein. Dennoch sollte das System bereits in der Anfangsphase der Produktion mit reduzierter Abluftmenge einwandfrei und wirtschaftlich arbeiten.

Da die Anlage durch ein elektrisches Drehventil als Luftverteiler angetrieben wird, entfallen die sonst bei einer RTO-Anlage üblichen neun pneumatischen Umschaltklappen samt aufwändiger Regelungstechnik. Durch die gleichmäßige Luftdurchströmung mit sehr geringen Druckschwankungen während des Betriebs gibt es keinerlei Beeinträchtigung des empfindlichen Beschichtungsprozesses beim Kunden.

Die Durchströmung des Luftverteilventils mit warmem Reingas minimiert die Belagbildung durch kondensierende Abluftbestandteile, die in der zu reinigenden Abluft reichlich vorhanden sind. Falls sich mit der Zeit doch Kondensatsablagerungen aus der Ofenabluft im Eintrittsbereich des keramischen Wärmetauscherbetts bilden, ermöglicht der integrierte „Bake-Out-Modus“ eine vollautomatische Selbstreinigung. Diese kann sogar während des vollen Reinigungsbetriebs, also „online“ durchgeführt werden, ohne dabei die Emissionsgrenzwerte zu überschreiten. Dieses Feature lässt sich bei herkömmlichen Mehrkammer-RTO-Systemen nur durch einen erheblich höheren technischen Aufwand realisieren.

In Summe bietet dieses klappenlose Luftverteiler-Konzept von Dürr wesentliche Vorteile für den Betreiber, insbesondere Langlebigkeit sowie geringen Wartungsaufwand und eine gleichmäßige Luftdurchströmung mit sehr geringen Druckschwankungen während des Betriebs. Besonders hervorzuheben ist das wartungsarme Drehventil mit einem metallischen Ventilsitz, der einen Dichtungstausch überflüssig macht.

Die Anlage bei Rexam ist nun seit über einem Jahr in Betrieb und hat die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt.

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit zwei Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems bietet Produktions- und Lackiertechnik, vor allem für Automobilkarosserien. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Weltweit verfügt Dürr über 47 Standorte in 21 Ländern. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte der Konzern mit rund 5.700  Mitarbeitern einen Umsatz von 1,1 Mrd. €.


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