News & Events

QuickLinks

Dürr liefert Lackieranlagen für Aluminiumfelgen an Schweizer Ronal-Gruppe

08.08.2017

Hochrotationszerstäuber sorgen bei der finalen Klarlack-Beschichtung für wenig Overspray.

Radlackierung

Mailand, 08.08. 2017 –
Dürr ist einer der weltweit führenden Anlagenhersteller wenn es um die Lackierung von Fahrzeugkarosserien im Bereich Pkw, Transporter, Lkw oder Busse geht. Darüber hinaus liefert Dürr Lackieranlagen für Züge, Kunststoffbauteile, Radfelgen und andere Komponenten außerhalb der Automobilindustrie. Für die multinationale Schweizer Ronal-Gruppe, einem der führenden Produzenten von Aluminiumrädern, hat Dürr moderne Lackieranlagen in Mexiko und Tschechien realisiert.

Innerhalb der Dürr-Gruppe agieren die italienischen Tochtergesellschaften Olpidürr und Verind als Kompetenzzentren für Aluminiumrad-Lackieranlagen. Sie stehen weltweit für umfassende Systemintegration und High-End-Applikationstechnik in diesen Bereichen. Für den Radhersteller Ronal haben die beiden Unternehmen kürzlich zwei Anlagen für glanzgedrehte Räder (‚diamond-cut‘) realisiert. Glanzgedrehte Leichtmetallräder sind bei Endkunden sehr beliebt, erfordern aber eine spezielle Prozessabfolge in der Herstellung: Zunächst durchläuft das Leichtmetallrad einen Lackierprozess, anschließend erzeugt eine Diamantklinge außergewöhnliche visuelle Effekte auf der Felge durch Abdrehen von Material. Im letzten Schritt wird erneut Klarlack zum Schutz oder Veredelung der bearbeiteten Oberfläche aufgebracht. Im konventionellen Prozess durchläuft das Rad die gleiche Produktionslinie zweifach, bindet so aber auch die Linienkapazität doppelt. Es ist daher deutlich effizienter, eine zweite Linie im Anschluss hinzuzufügen.

Dürr lieferte eine solche Anschlusslinie für die Endbearbeitung glanzgedrehter Räder zunächst für das Ronal-Werk in Querétaro (Mexiko). Unterstützt durch das weltweite Netzwerk des Dürr-Konzerns, dessen Kompetenz die maßgeschneiderte Planung aller Arbeitsbereiche und Prozessschnittstellen sowie ein effizientes Projektmanagement umfasst, sorgte die italienische Tochtergesellschaft Olpidürr für die erfolgreiche Umsetzung. Die Niederlassung Dürr Mexico – ebenfalls in Querétaro ansässig – unterstützte als lokaler Zulieferer bei der Installation und fungiert zukünftig als Servicestandort.

2016 wurde die Lackieranlage in Mexiko in Betrieb genommen und war gleichzeitig Startschuss für ein weiteres Projekt in Europa: Dürr erhielt den Auftrag von Ronal für den Bau von zwei neuen Lackierlinien am tschechischen Standort Jičín. Auch hier setzten die italienischen Ingenieure auf ein prozessoptimiertes Layout, das zwei Durchläufe auf der gleichen Linie vermeidet. Zum Lieferumfang gehörten automatische Nasslack-Applikationssysteme inklusive Farbmischraum, Farbversorgung sowie Hochgeschwindigkeits-Rotationszerstäuber.

Der Zerstäuber EcoBell2 SL mit Direktaufladung sorgt für eine hohe Lackierqualität. In Kombination mit dem automatischen Farbwechsler EcoMCC3 und Zahnraddosierpumpen sowie Lackfluss- und Gegendruckregler für die Dosierung und Versorgung mit Farben entstand so ein zeitoptimierter Prozess. Die Anlage wurde exakt auf die Kundenanforderungen abgestimmt und kann sowohl Lacke auf Lösungsmittel- als auch Wasserbasis verarbeiten.
Um die Oberflächenqualität zu sichern wurden sowohl die Linien in Mexico als auch am Standort Jičín vollständig eingehaust. Auf diese Weise wird ein Schmutzeintrag aus der Produktionshalle in den Lackierprozess vermieden.

Speziell entwickelte Spindelsysteme adaptieren sich automatisch an unterschiedliche Felgentypen und Lockkreise.Ronal produziert auch Felgen in aufwändigem Design wie in diesem Fall in Schwarz-Rot.

 

Zusätzlich entwickelten Olpidürr und Verind für die Ronal-Lackierereien in Querétaro und Jičín eine Vielzahl maßgeschneiderter Lösungen. Mit dem Ziel der Energieeinsparung im gesamten Werk wurde beispielsweise eine CO2-Wärmepumpe eingesetzt, die den Verbrauch von thermischer und elektrischer Energie während des Betriebs verringert. Die Übergabe von Rädern zwischen synchronisierten Förderern und dem nachfolgenden Prozess erfolgt durch Manipulatoren. Dürr entwickelte dafür Roboter mit superleichten Greifern. Auch sich selbstjustierende Spindeln sowie ein bürstenloses Pulverentfernungssystem für Radnabe und Montagefläche wurden individuell für die Prozessanforderungen entwickelt.

Um den komplexen Produktionsprozess reibungslos zu halten, entwickelte ein Inhouse-Team von Dürr-IT-Spezialisten eine Überwachungssoftware für Ronal. Ihr Einsatz macht den Produktionsprozess sicher und überschaubar und ermöglicht eine Remote-Fehlersuche sowie Modifikationen während des gesamten Lebenszyklus der Lackierlinie.

Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) wurden durch eine regenerative thermische Abluftreinigungsanlage (Dürr RTO 3035) minimiert. Mit der Dürr RTO 3035 wird die Kondensation von hochsiedenden Lösungsmitteln in der Abluft des Trockners, die für Aluminiumrad-Nasslacke typisch sind, vermieden.

Der Produktionsstart für die Anlage in Jičín ist für Oktober 2017 geplant.

Dürr ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Dürr beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Das Unternehmen verfügt über 86 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,57 Mrd. €. Dürr beschäftigt rund 14.500 Mitarbeiter und agiert mit fünf Divisions am Markt:

    • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
    • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
    • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik
    • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
    • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie

    In Italien ist der Dürr-Konzern seit vielen Jahrzehnten direkt vertreten und beschäftigt derzeit rund 260 Mitarbeiter. Die italienischen Landesgesellschaften repräsentieren das gesamte Angebotsspektrum des Konzerns: Olpidürr S.p.A. (Novegro di Segrate) arbeitet in den Bereichen Lackieranlagen, Abluftreinigung- und Energieeffizienztechnik, während Verind S.p.A. (Rodano) auf Lackapplikationstechnik spezialisiert ist. Das Geschäft mit Endmontage- und Fördersystemen wird von der CPM S.p.A. (Beinasco) betrieben. Schenck Italia S.r.I. (Paderno Dugnano) ist für den Bereich Auswuchttechnik zuständig. Die HOMAG Group ist mit der Vertriebs- und Servicegesellschaft HOMAG Italia mit Sitz in Giussano vertreten.


Contact:
Dürr Systems AG
Günter Buzer
Marketing Paint and Final Assembly Systems

Phone +49 7142 78-2614
E-mail: guenter.buzer(at)durr.com
www.durr.com 

OLPIDÜRR S.p.A.
Flavio Bodini
Paint and Final Assembly Systems

Phone: +39 (0) 2 70 212 219
E-Mail: flavio.bodini(at)olpidurr.it
www.olpidurr.it


Dürr News