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Beijing Benz Automotive erweitert Produktionskapazitäten mit nachhaltiger Lackiererei von Dürr

06.11.2017

Ergonomische und freundliche Arbeitsplätze zur Endkontrolle der Fahrzeuge nach der Applikation des Decklacks

Bietigheim-Bissingen,
06. November 2017 –
Die neue Lackiererei von Bejing Benz Automotive Co, Ltd. (BBAC) erfüllt höchste Ansprüche in puncto umweltfreundlicher Produktion und Luftreinhaltung. Dazu tragen das kompakte Anlagendesign, die ressourcensparende Lackiertechnik und eine effiziente Abluftreinigung bei. Bemerkenswert an dem Großprojekt, das Dürr als Generalunternehmer ausführte, ist zudem die schnelle Inbetriebnahme: Die komplette Lackieranlage konnte im September 2017  vier Wochen früher als ursprünglich geplant an den Start gehen. 

China achtet verstärkt darauf, wirtschaftliche Dynamik und Umweltschutz miteinander zu vereinbaren. In Großstädten soll die Qualität der Luft durch emissionsarme Produktionsprozesse steigen. Dies gilt auch für Peking, den Standort der kürzlich in Betrieb genommenen Lackiererei von BBAC. Deswegen stellte das deutsch-chinesische Automobil-Joint-Venture von Beginn an zwei ökologische Themen in den Fokus: eine hohe Energieeffizienz in der Produktion und eine effiziente Abluftreinigung.

In der neuen Lackiererei, die einen Durchsatz von 30 Fahrzeugen pro Stunde hat, setzt BBAC auf den bei Mercedes-Benz bewährten Lackierprozess IP2 (Integrated Paint Process). Bei diesem Verfahren entfallen der Auftrag und das Einbrennen des Füllerlacks komplett, da er in die Basislackschicht integriert wird. Das senkt die Emissionen und den Energieverbrauch signifikant. Zudem wird das Anlagendesign kompakter, da der gesamte Füllerbereich einschließlich des dazugehörigen Trockners nicht gebaut werden muss. Das spart Infrastrukturfläche und führt bereits während der Bauphase zu einem niedrigeren Energieverbrauch und einem geringeren CO2-Ausstoß.

15 Roboter der Typen EcoRS 16 und EcoRS30 L16 von Dürr sind im Einsatz bei der Nahtabdichtung und der Dämmstoffapplikation.

Bis zu 60 % Energie sparen
Auch im Grundlackbereich ist die Technik auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das Rotationsverfahren RoDip, das in der Vorbehandlung und der kathodischen Tauchlackierung eingesetzt wird, benötigt durch das steile Einbringen und Drehen der Karosserien um 360° keine Ein- und Auslaufschrägen. Das ermöglicht verkürzte Tauchbäder, die bei der Erstbefüllung sowie im laufenden Betrieb weniger Wasser, Chemikalien und Energie benötigen. Auch in den Spritzkabinen setzt BBAC auf eine umweltverträgliche Lösung mit wasserbasierten Lacken, die Lackierroboter über die Hochrotationszerstäuber EcoBell2 applizieren. Mit ihrer flexiblen Sprühstrahleinstellung erfüllt die EcoBell2 unterschiedliche Lackieraufgaben in bester Qualität und – durch den hohen Wirkungsgrad beim Auftrag – wirtschaftlich. Der Lack-Overspray wird ressourcenschonend abgeschieden. Die Trockenabscheidung EcoDryScrubber bindet den Lacknebel mit Kalksteinmehl und kommt völlig ohne Wasser und Chemikalien aus. Dadurch kann die Lackierkabine mit 80 % Umluft gefahren werden, was wiederum den Aufwand für die Luftkonditionierung reduziert und bis zu 60 % Energieeinsparung in der Lackierkabine mit sich bringt.

Mit Abluft Trockner beheizen
Maßstäbe setzt BBAC auch beim Emissionsschutz. Um die Lösemittel (VOC) aus der Abluft zu entfernen, sind die Lackierkabinen mit einer kompakten Abluftreinigungsanlage von Dürr ausgestattet. Die bereits durch die Umluftführung aufkonzentrierte Abluft aus den Lackierkabinen wird mit einer hocheffizienten VOC-Aufkonzentrierungsanlage Ecopure(R) KPR in Kombination mit der nachgeschalteten thermischen Abluftreinigungsanlage Ecopure(R) TAR gereinigt. So wird insgesamt 80% weniger Energie verbraucht als bei herkömmlichen Abluftreinigungssystemen bei Kabinen ohne Umluftführung. Die Abluft aus den Trocknern wird über die integrierte Nachverbrennung Ecopure(R) TAR mit Wärmerückgewinnung gereinigt und danach wieder zur Trocknerbeheizung genutzt.

Die neue Lackiererei ist bereits der zweite Auftrag von BBAC. Im Herbst 2015 hatte Dürr in Peking eine erste Lackieranlage errichtet, die nur fünf Kilometer von der neuen entfernt steht. Die Erfahrung aus diesem Projekt, Synergien in Planung und Abwicklung sowie weitgehend identische Projektteams auf beiden Seiten sorgten für einen so glatten Ablauf, dass beim zweiten Projekt der Start of Production (SOP) deutlich früher gelang als geplant.

 

Dürr ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Dürr beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Das Unternehmen verfügt über 86 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,57 Mrd. €. Dürr has around 14,900 employees and operates in the market with five divisions:

  • Paint and Final Assembly Systems: paint shops and final assembly systems for the automotive industry
  • Application Technology: robot technologies for the automated application of paint, sealants and adhesives
  • Clean Technology Systems: exhaust-air purification systems and energy efficiency technology
  • Measuring and Process Systems: balancing equipment as well as assembly, testing and filling technology
  • Woodworking Machinery and Systems: machinery and equipment for the woodworking industry

 

Kontakt:
Dürr Systems AG
Günter Buzer
Marketing Paint and Final Assembly Systems  
Telefon +49 7142 78-2614
E-Mail: guenter.buzer(at)durr.com
www.durr.com

 

 


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