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Kohlebergwerk

Abluftreinigungsanlage VAM

Methan, ein starkes Treibhausgas, wird beim Kohlenbergbau unter Tage frei. In Bergwerken kommen daher weitläufige Lüftungssysteme zum Einsatz, die große Mengen Luft in den Schächten, Stollen und Strecken unter der Erde umwälzen und durch die Verhinderung hoher Methankonzentrationen die Arbeitssicherheit gewährleisten. Diese Luft wird schließlich an die Erdoberfläche geleitet. Obwohl die Abreinigung dieser Methan-Emissionen nur selten vorgeschrieben ist, kann die freiwillige Behandlung von Methan zu einem Gewinn durch Kohlenstoffgutschriften führen.

 

 

 

Prozess

Abluftmethan-Emissionen (VAM) in Kohlenbergwerken

Zur Abreinigung der Abluftmethan-Emissionen (Ventilation Air Methane, VAM) wurde die Regenerative Thermische Oxidationsanlage Ecopure RTO von Dürr speziell auf diese Anwendung angepasst. Bei einem Methangehalt ab 0,3 % in der Abluft benötigt das System keinen Zusatzbrennstoff und stellt sich im Betrieb auf schwankende Methananteile ein.

Bei der Entwicklung stand Sicherheit ganz oben auf der Anforderungsliste. Die RTO funktioniert ohne Flamme. Ein Brenner ist nur zum erstmaligen Erwärmen des Systems erforderlich. Alle Komonentent sind so konstruiert, dass keine Funken in dem methanhaltigen Luftstrom gelangen können. Überwachungseinheiten und Sensoren für die untere Explosionsgrenze (Lower Explosive Limit, LEL) mit kurzen Reaktionszeiten und schnell wirkende Absperrklappen sind Teil des Luftführungssicherheitssystems.

Das Ecopure® RTO System baut das in der Luft enthaltene Methan zu über 97 % ab. Die hohe Primärenergie des Methans gewährleistet, dass lediglich für die Lüfter der Entlüftungsanlage zusätzlicher Strom verbraucht wird. Ein noch größerer Return on Investment wird durch Einführung einer sekundären Wärmerückgewinnung mit dem Variable Energy Recovery System von Dürr erzielt. Die Anlage kann bereits zur Nutzung dieser Wärme zur Dampf- und Stromerzeugung oder andere Zwecke ausgerüstet oder vorbereitet werden.

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